Umsteigen ohne Eile
Müssen Sie wegen dieser Umstellung Ihre Heizungssanierung aufschieben? «Nein, das ist nicht nötig», beruhigt Baptiste Lacoste. Der Segmentleiter Wärmepumpen bei Elco hält fest: «Wer seine Heizung sanieren will, muss so oder so mit einer Projektzeit von mindestens einem halben Jahr rechnen. Die Lieferung der neuen Wärmepumpe ist das geringste Problem. Doch das sorgfältige Abklären des Gebäudezustandes, das Finden der richtigen Lösung und nicht zuletzt die Baueingabe, der Lärmschutznachweis und das Beantragen der Fördergelder verschlingen sehr viel Zeit.» Es sei nicht sinnvoll, ein so lange laufendes Projekt aufzuschieben, «nur» um den Umstieg auf Propan mitzumachen. «Zentral ist die Reduktion des CO2-Ausstosses – und diese schafft man mit jeder Wärmepumpe», sagt Lacoste.
Bestehende Anlagen, die ein «altes» Kältemittel nutzen, müssen übrigens nicht auf Propan umgerüstet werden. Dies wäre auch gar nicht möglich, denn jede Wärmepumpe ist für den Betrieb mit einem ganz spezifischen Kältemittel ausgelegt. Dieser Tatsache trägt auch der Bestandesschutz des Gesetzgebers Rechnung. Wer vor dem 31.12.2026 eine Wärmepumpe installiert, egal mit welchem Kältemittel, darf diese auch 2027 und später betreiben.