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«Wir investieren bewusst in den Standort Vilters»

«Wir investieren bewusst in den Standort Vilters»

Das Zentrallager von ELCO wird mit umfangreichen Sanierungsarbeiten auf den neusten Stand gebracht. Der Fokus liegt auf Arbeitssicherheit, Komfort und dem Werterhalt des über 60jährigen Gebäudes.

Das ELCO-Zentrallager am Ortseingang von Vilters ist eine vertraute Silhouette. Im Lauf der letzten zwei Jahre hat das Gebäude eine umfassende Sanierung erfahren. Bis zum Abschluss der Arbeiten gegen Ende 2026 werden insgesamt rund CHF 4.5 Mio in verschiedene Arbeiten investiert. Das Projekt wird seitens ELCO von Rainer Moosmann betreut. Er ist Leiter Logistik und Supply Chain und Mitglied der Geschäftsleitung. Mit dem grossen Projekt schlage man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, erläutert Rainer Moosmann. 

Portrait von Rainer Moosmann, Leiter Logistik bei ELCO

«Wir können gewisse bauliche Mängel beheben und die Sicherheit und den Komfort für die Mitarbeitenden in der Logistik erhöhen. Zudem legen wir mit diesen Arbeiten die Grundlage für eine weitere Nutzung des Zentrallagers über die nächsten 10-20 Jahre.»

Rainer Moosmann, Leiter Logistik bei ELCO (Mitglied der Geschäftsleitung)

Untertagebau in Vilters

Die Grundlage ist ein gutes Stichwort. Denn ausschlaggebend für das Projekt war die sogenannte Fundation des Zentrallagers. Was landläufig oft «Fundament» genannt wird, besteht hier aus einer grossen, betonierten Bodenplatte mit Pfahlriegeln. Diese Riegel ruhen auf über 40 Pfählen. Doch weil das ELCO Firmengelände auf ehemaligem Sumpf- respektive Riedboden liegt, hat sich das Erdreich in den 60 Jahren seit dem Bau des Lagers merkbar gesenkt. Das wirkte sich auch auf den Boden des Zentrallagers aus. «Gewisse Unebenheiten merkte man sogar beim Fahren mit dem Stapler. Deshalb war eine Sanierung der Bodenplatte und der Pfahlfundation notwendig», sagt Rainer Moosmann.

Doch wie gelangt man unter die Bodenplatte, die ja den unteren Abschluss des Gebäudes bildet? «Indem man sie untergräbt – wie im Untertagebau», sagt Michael Grünenfelder. Er hat als Bauleiter bei der Filippi + Partner Architektur- und Bauleitungs-AG das Projekt betreut. Mehrere solcher Abtiefungen wurden erstellt, damit die Bauarbeiter die Bodenplatte und die Pfähle überhaupt erreichen konnten. Als erster Schritt wurde die gesamte Bodenplatte eingehend geprüft und instand gesetzt. Wo nötig, wurde der Beton mit speziellen Chemikalien behandelt. «Das nennen wir Reprofilierung», erläutert Michael Grünenfelder. Zudem hat man an an den Pfahlriegeln im Bereich der Pfähle ein spezielles Kohlenstoff-Fasergewebe angebracht. Dieses verstärkt die Pfahlriegel und hilft der Bodenplatte, die schweren Lasten auch in Zukunft anstandslos zu tragen.

 

Die Instandsetzung und Verstärkung der Fundation war der erste Schritt. Als nächstes steht eine Teilsanierung des Dachs an. Auf einer Fläche von rund 1200 Quadratmetern werden die bestehenden Faserzementplatten entfernt und mit einem modernen Trapezblech ersetzt. Ein zweiter Schwerpunkt ist das Rundbogendach über dem Wareneingang. Seine komplette Eindeckung wird ebenfalls mit einem modernen Material ersetzt. Damit verbessert sich nicht nur die Wärmedämmung im Winter, sondern auch der sommerliche Hitzeschutz. Das dürfte die ELCO Mitarbeitenden der Logistik besonders freuen, denn im Sommer wurde es hier rasch über 30 Grad Celsius warm. «Unser Logistik-Team wird rund ums Jahr bei angenehmen Temperaturen arbeiten können», sagt Rainer Moosmann.
 

 

Ein weiterer Schwerpunkt war der Brandschutz. Zusätzliche Fluchttüren ergänzen die bestehenden Massnahmen und verbessern die Sicherheit weiter. Und weil die ELCO Wärmeexperten mit gutem Beispiel vorangehen möchten, hat man auch den Energiebezug des ganzen Gebäudes verringert. Dabei hilft zum Beispiel die moderne LED-Beleuchtung, welche die bestehenden Strahler ablöst. Und ein punktueller Fensterersatz hilft, den Wärmebedarf im Winter nochmals zu verringern. 

Spektakuläre «Züglete»

Neben diesen baulichen Optimierungen gab es auch eine grössere Rochade bei der Nutzung. Und zwar wurde das bestehende Testlabor, in dem bis zu 1 Megawatt starke ELCO-Ölbrenner geprüft werden, in einen separaten Brandabschnitt verlegt. Um den Testofen und den dazugehörigen Kamin umzuplatzieren, stand ein imposanter Pneukran im Einsatz. Dank der «Züglete» des Testlabors konnte der Lagerbetrieb weiter optimiert werden. «Wir haben uns gesagt: Wenn schon, denn schon», meint Rainer Moosmann.. 

 

Bis Ende 2026 werden die erwähnten Dacharbeiten ausgeführt. Danach ist das Zentrallager für die weitere Nutzung bestens gerüstet. Die Investition lohne sich gleich doppelt, ist Rainer Moosmann überzeugt: «Erstens konnten wir mit dieser Sanierung für unsere Mitarbeitenden sehr bequeme, helle und noch sicherere Arbeitsplätze schaffen. Und zweitens bekennen wir uns einmal mehr zum Standort Vilters. Wir wollen auch in Zukunft hier bleiben – und dafür brauchen wir Fachkräfte, die gerne bei uns arbeiten.»

 

Was ist für dich das Besondere an diesem Projekt?

Die Sanierung des Zentrallagers lief unter Betrieb, und das machte die Koordination sehr anspruchsvoll. Wir konnten immer nur einen Teilbereich des Gebäudes sperren und dort die notwendigen Arbeiten ausführen. Mit der Aufteilung in fünf Etappen ist uns das aber gelungen. Auch dank wöchentlicher Besprechungen mit ELCO und den Unternehmern klappt die Abstimmung sehr gut. 

 

Welche Arbeiten waren am anspruchsvollsten?

Aus meiner Sicht sicherlich die statische Sanierung der Bodenplatte mit den Pfahlriegeln. Diese Arbeit war nicht alltäglich und verlangte viele zusätzliche Sicherheitsmassnahmen. Unter dem Boden arbeitet man in stehender Luft. Deshalb brauchte es zum Beispiel Ventilatoren, damit die Bauarbeiter immer genügend Sauerstoff zur Verfügung hatten. Auch der Einbau von neuen Mikropfählen, die wir von oben durch die Bodenplatte eingebracht haben, war spannend und aussergewöhnlich.  

 

Was für einen Bezug hast du zu ELCO?

Mein Vater hat seinerzeit die Lehre als Polymechaniker bei ELCO gemacht. Seit vielen Jahren ist er auch für den Winterdienst auf dem ELCO-Areal im Einsatz. Als Kind durfte ich oft mit ihm mitfahren. Vier Stunden lang im Traktor sitzen und beim Schneeräumen «helfen», das war schon toll (lacht). Und wie alle, die in Vilters aufgewachsen sind, habe ich einige Kollegen, welche die Lehre bei ELCO gemacht haben und heute dort arbeiten. Von daher war es schön, für eine so gut bekannte Firma tätig zu sein.

 

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