Spektakulärer Erfolg
Und genau so kam es auch in Bakuriani. Im Viertelfinal stürzte Julie Zogg unglücklich und musste für Abklärungen ins Spital gebracht werden. Mehrere Prellungen, Schmerzen, aber glücklicherweise keine Brüche, lautete das Fazit. Dank der engen Zusammenarbeit von Arzt, Physiotherapeut und Trainer stand Julie Zogg zwei Tage später schon wieder auf dem Brett. Und zeigte, was sie kann: Wie schon 2019 in Park City holte sie die Goldmedaille im Parallel-Slalom. Ihr Vorsprung auf die Teamkollegin Ladina Jenny betrug 26 Hundertstelsekunden.
Vom Spital zurück auf die Piste und zuoberst auf das Podest – Julie Zogg scheut die harten Kämpfe nicht. Obwohl sie eigentlich lieber warme als kalte Temperaturen hat, pflegt sie ein ganz besonderes Startritual: «Mein Physiotherapeut, der mich schon seit über 10 Jahren begleitet, stopft mir beim Nackensaum eine Handvoll Schnee rein. Dieser Kältekick gibt mir den Fokus für das Rennen, ich bin dann voll konzentriert.» Daneben tragen auch sanftere Methoden zu ihrem Erfolg bei. So pflegt sie etwa einen sehr engen Austausch mit ihrer Mentaltrainerin. Und vor jedem Rennen geht sie im Kopf nochmals den ganzen Lauf durch: «Ich sage mir, wie ich die wichtigsten Stellen fahren und worauf ich besonders achten muss. Und ich mache mir sehr klar, was für ein Privileg es ist, dass ich hier sein und dieses Rennen fahren darf.»