Zwei ELCO-Mitarbeiter im Gespräch bei einer Besprechung in einem hellen Innenraum.

 

Öl- oder Gasheizung ersetzen: Bedürfnisse & technische Abklärungen

Wenn Sie Ihre Küche oder Ihr Badezimmer umbauen, ist der Preis ein wichtiger, aber bei weitem nicht der einzige Faktor. Genau so ist es auch bei der Heizungssanierung. Um einen fundierten Entscheid treffen zu können, sollten Sie einige wichtige Fragen klären – und zwar, bevor Sie die konkreten Offerten einholen.

Machen Sie sich zuerst Gedanken über Ihre Bedürfnisse, denn diese haben grossen Einfluss auf die für Sie richtige Lösung. Je nachdem, ob Sie das sanierte Objekt selber bewohnen oder vermieten, ob Sie es mittelfristig verkaufen oder in der Familie behalten möchten, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus.

 

Was sind Ihre Bedürfnisse?

Heizungen können Sie nach vielen Kriterien vergleichen. Wir zeigen Ihnen fünf davon. 

 
CO2-Reduktion

CO2-Reduktion

Die gesetzlichen Vorgaben von Bund und Kantonen wie auch die jährlich 40'000 Heizungssanierungen in der Schweiz zeigen alle in dieselbe Richtung: Weg vom CO2 und damit weg von Öl und Gas.

Baulicher Aufwand

Baulicher Aufwand

Wenn Sie nur die Heizung sanieren, können einige Tage oder Wochen für die Ausführung der Arbeiten ausreichen. Wollen Sie hingegen eine Gesamtsanierung angehen, kann sich das Projekt über mehrere Monate hinziehen.

Anschaffungskosten

Anschaffungskosten

Der Preis für Ihre neue Heizung kann stark variieren. Als Faustregel gilt: Sobald Sie den Energieträger wechseln, wird es teurer, als wenn Sie an ihm festhalten.

Betriebskosten

Betriebskosten

Je teurer eine Anlage in der Anschaffung ist, desto niedriger sind tendenziell die jährlichen Betriebskosten. Berücksichtigen Sie neben Energiebezug und Amortisation auch den regelmässigen Service.

Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit

Für eine vernünftige Amortisation der neuen Heizung sollten Sie die Wirtschaftlichkeit anhand von Energiebezug, gemittelten Kosten und Förderbeiträgen prüfen.

 

Technische Abklärungen

Wenn Sie eine neue Heizungslösung evaluieren, sollten Sie die technischen oder gesetzlichen Einschränkungen abklären. Denn nicht jedes System eignet sich für jeden Standort. Besprechen Sie mit Ihrer Energieberaterin, Ihrem Installateur oder Ihrem ELCO Verkaufsberater die folgenden Punkte:

 
 

  • Einschränkungen für Energieträger
    Nicht alle Gemeinden lassen Bohrungen für Erdsonden zu, und Fernwärmenetze sind eher in Städten und Agglomerationen als auf dem Land zu finden.

  • Elektroverteilung
    Gerade beim Umstieg auf eine Wärmepumpe kann eine Verstärkung der elektrischen Hausinstallation notwendig sein.

  • Heizlast & Vorlauftemperatur
    Klären Sie vor der Wahl des Systems, wie viel Heizleistung Ihr Gebäude braucht und welche Vorlauftemperatur Ihre Heizkörper oder Ihre Bodenheizung benötigen. Davon hängt ab, ob eine Wärmepumpe ohne grössere Anpassungen möglich ist.

  • Platzbedarf
    Eine Split-Wärmepumpe benötigt nur sehr wenig Platz, ein Pellets-Lager beansprucht hingegen oft so viel Raum wie ein Öltank.

  • Umbaufreundlichkeit
    Klären Sie ab, ob die Komponenten reibungslos in den Keller rangiert werden können oder ob Türverbreiterungen und Spezialgerät notwendig sind.

  • Bauliche Anpassungen
    Öltanks müssen demontiert, Kernbohrungen gemacht oder neue Lufteinlassschächte betoniert werden.

  • Umbauchance nutzen
    Wollen Sie den Umbau gleich nutzen, um Wände zu streichen, Böden zu fliesen oder andere Arbeiten vornehmen zu lassen?
 

Förderbeiträge

Der Einbau neuer Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern (z. B. Luft, Grundwasser, Erdwärme oder Holz) wird in der Schweiz kantonal gefördert. Die Beiträge unterscheiden sich stark nach Kanton und Energieträger. Auf welche Mittel Sie in Ihrer Wohngemeinde Anspruch haben, sehen Sie auf einen Blick bei energiefranken.ch.

 

Ölheizung sanieren oder ersetzen

Immer mehr Kantone schränken den Ersatz alter Ölheizungen durch neue Ölheizungen ein. Wer seine Ölheizung austauschen muss oder möchte, sollte sich frühzeitig mit den Alternativen auseinandersetzen.

 

Für Neubauten sind Ölheizungen schon lange nicht mehr erlaubt. Bestehende Ölheizungen dürfen weiterbetrieben werden (Bestandesschutz). Der Ersatz einer alten Ölheizung mit einer neuen Ölheizung ist nur zulässig, sofern Sie die Vorgaben der MuKEn 2025 erfüllen. In diesem Fall müssen Sie zum Beispiel den Wärmebedarf des Gebäudes reduzieren (durch Nachdämmen von Wänden oder Dach respektive einen Fensterersatz) oder 10 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energieträgern abdecken. Die zwei häufigsten Standardlösungen für die Heizung sind der Einbau der Solarthermie-Anlage oder der Einbau eines Wärmepumpen-Boilers in Kombination mit Photovoltaik.

 
 

Gemäss den MuKEn 2025 werden ortsfeste Elektroheizungen ab 2030 verboten. Ende April 2023 hat das Bundesgericht dieses Verbot gestützt. Deshalb sollten Sie sich schon jetzt mit der Ablösung Ihrer Anlage beschäftigen, damit Sie das Projekt in Ruhe vorbereiten können. Falls Ihre Elektroheizung bereits eine Wärmeverteilung via Bodenheizung oder Radiatoren besitzt, ist nur ein Austausch des Wärmeerzeugers notwendig. Dafür kommt zum Beispiel eine Wärmepumpe, eine Pelletsheizung oder ein Fernwärme-Anschluss in Frage. Handelt es sich hingegen um eine Elektro-Direktheizung, werden Sie zusätzlich eine wassergeführte Wärmeverteilung einbauen müssen. 

 
 

Typische Anlässe bei einer Ölheizung sind ein anstehender Tankersatz, häufige Störungen oder spürbar steigende Betriebskosten. Werden zusätzlich die Ersatzteile für Ihre Anlage schwer erhältlich, lohnt sich der Blick auf eine Alternative. Eine allgemeine Einordnung, ab wann sich eine Heizungssanierung lohnt, finden Sie in unserem Überblick.
Zu Heizungssanierung mit ELCO

 

So gehen sie vor:

1. Situation analysieren: Alter und Zustand der bestehenden Anlage, Platzverhältnisse, bauliche Gegebenheiten.

2. Zukunft der Liegenschaft berücksichtigen: Bleiben Sie langfristig im Gebäude? Sind grössere Sanierungen an der Gebäudehülle geplant?

3. Fachkompetenz beiziehen: ELCO Verkaufsberater:innen und lokale Installateure klären gemeinsam mit Ihnen die technische Machbarkeit vor Ort.

 
 

Gasheizung sanieren oder ersetzen

Auch für Gasheizungen gelten zunehmend strengere Vorgaben. Wer seine Gasheizung ersetzen möchte, sollte sich vorab über die geltenden Auflagen informieren.

 

Der Ersatz einer bestehenden Gasheizung durch eine neue Gasheizung ist in den meisten Kantonen weiterhin möglich, unterliegt aber zunehmend strengeren Auflagen zu CO2-Ausstoss und Effizienz. Die genauen Vorgaben unterscheiden sich je nach Kanton und Gemeinde, massgeblich sind hier vor allem die Vorgaben der MuKEn 2025, die auch für Gasheizungen einen zunehmenden Anteil erneuerbarer Energie vorschreiben können. Ob und unter welchen Bedingungen ein reiner Gasheizungsersatz an Ihrem Standort noch zulässig ist, klären wir gerne im persönlichen Gespräch mit Ihnen ab.

 
 

Weitere Themen zur Heizungssanierung

 
 

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