Historisches Gebäude mit heller Fassade und markanter Giebelfront an einer leicht ansteigenden Strasse.

 

Neue Wärme für das alte Wirtshaus

Wo historische Mauern auf zeitgemässen Komfort treffen.
In Heiden wurde das Gasthaus «Zum Schützengarten» behutsam saniert. Das frühere Restaurant bietet nun Wohnungen und einen Co-Working-Space. Geheizt wird mit einer elegant in die alte Bausubstanz integrierten Luft-Wasser-Wärmepumpe.


Heiden (AR), Schweiz
 

Die 2020 gegründete Wohnbaugenossenschaft «Anders Wohnen» will alte und junge Menschen ansprechen. Dafür setzt sie einerseits auf Neubauten, andererseits auf die Sanierung bestehender Bauten. Von 2021 bis 2023 erstellte «Anders Wohnen» zwei Neubauten mit insgesamt zehn Wohnungen. Die Vollholzbauten mit dachintegrierter Photovoltaik stehen an einer Hanglage. Unterhalb der Neubauten, an der Schützengasse, wurde das Gasthaus «Zum Schützengarten» saniert. Der Bau wurde um 1860 erstellt und lange als Restaurant und Pension genutzt. 2012 gab die Wirtin den Betrieb aus Altersgründen auf, danach stand das Gebäude leer. 

 
 

Nach Abschluss einer sorgfältigen Instandsetzung und Sanierung erstrahlt das Gasthaus nun in neuem Glanz. Vor dem Umbau besassen der «Schützengarten» und das direkt angebaute Nachbargebäude jeweils eine eigene Gasheizung. Für den Ersatz dieser Anlagen wurden verschiedene Varianten evaluiert. Für die ursprünglich geplante Erdsonde gab es keine Bohrbewilligung. Auch die zweite Option, eine hinter dem Haus aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe, konnte nicht befriedigend umgesetzt werden. Deshalb wählte man schliesslich eine innen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe vom Typ AEROTOP® S15.2 mit einer Heizleistung von 15 Kilowatt. 

 

Kluge Umsetzung

Die Maschine steht im Technikraum auf einem übergrossen Betonfundament. Bei einem zukünftigen Ersatz in 15-20 Jahren fände somit auch eine grössere, schwerere Maschine Platz. Die neue Anlage versorgt nicht nur den «Schützengarten», sondern auch das unsanierte Nachbargebäude mit Raumwärme und Warmwasser. Das Nachbargebäude, das derzeit von der Gemeinde  als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, will die Genossenschaft «Anders Wohnen» mittelfristig ebenfalls sanieren.   

Wegen der kommunalen Auflagen legte man beim Projekt grossen Wert auf besonders gute Schallwerte. Erreicht wird dies mit Kulissenschalldämpfern in den Luftkanälen. Zwischen den alten Eingangstüren auf der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein neuer Betonschacht. Durch ihn wird die Luft angesaugt und zur Wärmepumpe geführt. Hier gibt die Luft einen Teil ihrer enthaltenen Wärme ab und wird auf die Vorderseite des Gebäudes geführt. Durch ein Wetterschutzgitter in der strassenseitigen Fassade wird die Luft wieder ausgeblasen. Eine akustisch ideale Lösung – im Verkehrslärm geht das Geräusch vollständig unter, und sämtliche Abstände zu Nachbarparzellen können problemlos eingehalten werden.

 
 

Fazit

Mit dem Ergebnis ist Valentin Surber, Architekt und Genossenschafter bei «Anders Wohnen» sehr zufrieden: «Am Anfang wurde ein Ersatzneubau diskutiert. Doch viele haben sich für den Erhalt der Bausubstanz und der schönen Fassaden eingesetzt. Ich bin sehr glücklich, dass wir uns für den Umbau entschieden haben. Das Haus konnte für die nächsten Generationen gerettet werden, viel Graue Energie wurde vermieden. Das gesamte Bauprojekt wie auch die Heizungssanierung haben hervorragend geklappt.»

 
 
 
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AEROTOP® S.2

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