Bivalent in Biel/Bienne
Ein cleveres Duo, das Effizienz steigert und Zukunftssicherheit schafft.
Es gibt die einfachen Sanierungen, die gewissermassen im Handumdrehen zu erledigen sind. Und dann gibt es die Knacknüsse, die scheinbar unmöglichen Fälle, bei welchen nur Hartnäckigkeit und Fantasie zum Ziel führen. So etwa beim 2002 erbauten Mehrfamilienhaus «Sunburg» in Naters. Das Gebäude umfasst sechs Wohnungen im Stockwerkeigentum sowie eine Mietwohnung. Die Wärme- respektive Warmwasserversorgung übernahm eine 2002 installierte bivalente Anlage, bestehend aus einer Ölheizung (Leistung rund 65 Kilowatt), einer grossen Solarthermie-Anlage sowie einem Kombispeicher. Diese Lösung näherte sich dem Ende ihrer Lebensdauer. Deshalb suchte die Eigentümergemeinschaft nach einer zeitgemässen Heizungslösung.
Eine solche schien rasch gefunden: Mit einer Kaskade von zwei oder drei aussen aufgestellten, leistungsfähigen Luft-Wasser-Wärmepumpen hätte die notwendige Heizleistung problemlos abgedeckt werden können. Doch aussen aufgestellte Wärmepumpen bewilligt die Gemeinde Naters nur in seltenen Fällen, und die «Sunburg» gehörte nicht dazu. «Wir mussten deshalb die Innenvariante weiterverfolgen, bei der die Luftzufuhr schwierig zu lösen war», sagt Thomas Ruppen, zuständiger Projektleiter bei der Lauber Iwisa AG. Die technisch beste Variante mit Ansaugkanal auf der Westseite und Ausblaskanal auf der Nordseite des Gebäudes stiess buchstäblich auf Mauern. Der Grundriss wies auf einen 180 Zentimeter breiten Hohlraum zwischen der Aussenwand und der Innenwand des Technikraums hin.
«Einige der Eigentümer erinnerten sich daran, dass man diesen Hohlraum während der Bauzeit mit Erdreich aufgefüllt hatte. Eine Sondierung bestätigte diese Tatsache.», berichtet Thomas Ruppen. Vom Baumeister wurden die notwendigen Öffnungen in die Betonmauern geschnitten, das Erdreich wurde in aufwendiger Handarbeit mit Schaufel und Kessel entfernt. Die beiden Ansaugöffnungen wurden anschliessend mit einem Standard-Wetterschutzgitter ausgerüstet. Die Wärmezeugung übernehmen drei innen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen AEROTOP® S17 von ELCO (Leistung jeweils 16.9 kW pro Maschine). Die drei Maschinen sind in Kaskade geschaltet, was einen grossen Modulationsbereich und eine gute Redundanz erlaubt.
Weil das Gebäude schon beim Bau mit einer Fussbodenheizung ausgerüstet wurde, sind die benötigten Vorlauftemperaturen tief. Die drei Wärmepumpen speisen einen Heizungsspeicher (Volumen 2'000 Liter), sämtliche Wohneinheiten sind über eine einzige Heizgruppe angebunden. Ein weiterer Speicher (Volumen 2'000 Liter) beliefert die zentrale Frischwasserstation. Laut Thomas Ruppen bringt diese Lösung verschiedene Vorteile: «Das Warmwasser kann frisch aufbereitet und muss nicht vorrätig gehalten werden. Das ist für die Trinkwasserhygiene optimal. Und weil wir mit den Wärmepumpen keine hohen Temperaturen für die Warmwasseraufbereitung fahren müssen, ist ihre Effizienz sehr hoch.»
Dank einer neuen, ebenfalls im Zug der Sanierungsarbeiten installierten Aufdach-Photovoltaikanlage kann die Anlage für den Grossteil des Jahres mit eigenem Solarstrom betrieben werden. Trotz der etwas längeren Bauzeit und der beträchtlichen Investitionen ist die Eigentümergemeinschaft mit dem Resultat sehr zufrieden. Das freut Thomas Ruppen, der das Projekt mit grossem persönlichen Einsatz zum Erfolg führen konnte: «Als Projektleiter muss man das Vertrauen der Bauherrschaft erhalten und es aufbauen. Jetzt, am Schluss, ist alles so gekommen, wie wir es geplant haben. Die Termine wurden eingehalten, und ich erhalte eine enorme Wertschätzung von der Eigentümergemeinschaft. Das freut mich sehr und macht mich stolz».
AEROTOP® S.2 Luft-Wasser Wärmepumpen bieten nicht nur einen hohen Heiz- und Warmwasserkomfort in Wohnhäusern, sondern stehen auch für maximale Effizienz.
• Minimales Geräusch
• Weniger Energiekosten & Geringe Emissionen
• Kühlfunktion
• Hochtemperatur
Die Frischwasserstation sorgt für eine äusserst hygienische Trinkwassererwärmung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Dank des Durchlaufprinzips erfüllt sie alle Anforderungen in punkto Trinkwasserhygiene.
• Überragend hygienisch
• Volle Systemfähigkeit
• Langlebigkeit und Kaskadierung
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