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Ein älteres Mehrfamilienhaus in Schaffhausen wurde mit fast allen Energieträgern beheizt. Nach Kohle, Heizöl und Erdgas ist nun die kostenlose Umgebungsluft an der Reihe. Zwei kaskadierte Wärmepumpen liefern zuverlässige Wärme – und dank kluger Platzierung wurde der Garten geschont.
An der Bergstrasse in Schaffhausen steht ein 1954 erbautes Mehrfamilienhaus. Der heutige Eigentümer Urs Dejung und seine Frau haben das Gebäude im Lauf der Jahre fortlaufend modernisiert. So etwa mit einem kompletten Fensterersatz, dem Dämmen von Kellerdecke und Estrichboden oder der etappierten Sanierung der Gebäudetechnik. Interessant ist die Geschichte des Hauses bezüglich Wärmeerzeugung. Denn seine Technik hat die sukzessive Entwicklung der verschiedenen Energieträger mitgemacht. Erbaut wurde es mit einer Kohlenfeuerung, die Urs Dejungs Vater ungefähr in den 1960er Jahren mit einer damals modernen Ölheizung ablöste. Um 2008 erfolgte dann ein Wechsel auf Erdgas. «Der Servicetechniker informierte mich vor gut zwei Jahren, dass sich diese Gasheizung dem Ende ihrer Lebensdauer näherte. Weil kein 1:1-Ersatz mehr bewilligt wird, empfahl er mir, rechtzeitig eine neue Lösung zu suchen», berichtet Urs Dejung.
Markus Pfeiffer, Geschäftsführer der R. Pfeiffer Heizungen GmbH (Schaffhausen), evaluierte darauf verschiedene Lösungen. Eine Erdsonden-Wärmepumpe war nicht möglich, weil unterhalb des Terrains der Tunnel der Autobahn A4 verläuft. Gut umsetzbar war hingegen eine Kaskade mit zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Platziert wurden sie unterhalb einer Stützmauer, welche den Garten begrenzt. Vom neuen Betonfundament wurde ein offener Graben zum nahen Heizraum gezogen. Dort fanden der neue Pufferspeicher (Volumen 800 Liter) sowie der Warmwasserspeicher (Volumen 800) Platz, ebenso die Steuerungen und Innengeräten der zwei Wärmepumpen untergebracht.
Die zwei neuen Maschinen vom Typ ELCO AEROTOP® SPK16 liefern jeweils eine Heizleistung von 16 Kilowatt. Weil die beiden Wärmepumpen im Team arbeiten, ergibt sich ein grosser Modulationsbereich. «Ob wir im Sommer nur Warmwasser aufbereiten oder im Winter die maximale Heizleistung sowie Warmwasser benötigen – die Kaskade liefert stets die benötigte Leistung», sagt Markus Pfeiffer. Weil die Arbeitslast gleichmässig auf beide Maschinen verteilt wird, verlängert sich die Lebensdauer der Anlage. Optimal ist die Lösung auch bezüglich Schallschutz. Denn zwei kleinere Maschinen sind leiser als eine grosse.
Dank der hohen Vorlauftemperatur können die bestehenden Hochtemperatur-Heizkörper der Liegenschaft weiter betrieben werden. Die Warmwassererzeugung wurde im Rahmen der Heizungssanierung modernisiert. Vier bestehende dezentrale Elektroboiler haben einer neuen, zentralen Warmwasseraufbereitung Platz gemacht. «Wir haben immer wieder investiert und legen grossen Wert auf ein gutes Verhältnis mit den Mietparteien. Das lohnt sich, denn wir haben kaum je einen Wechsel, was auch die ganze Verwaltung sehr vereinfacht», sagt Urs Dejung. So bleibt dem Ehepaar mit seinem vorbildlich sanierten Haus auch mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben – zum Beispiel den ausgiebigen Kontakt mit den fünf Enkelkindern.
Alte Heizungslösung
Gasheizung für Raumwärme (Leistung 35 Kilowatt), insgesamt 6 dezentrale Elektroboiler für Warmwasser.
Neue Heizungslösung
Zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen AEROTOP® SPK16 in Kaskadenschaltung für Raumwärme und Warmwasser (Leistung insgesamt 32 Kilowatt). Zentraler Warmwasserspeicher (Volumen 800 Liter), Pufferspeicher für Heizung (Volumen 800 Liter), Fernwartungssoftware mit Mobilzugriff REMOCON NET.
Installation
R. Pfeiffer Heizungen GmbH (Schaffhausen)
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