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Bei Wärmepumpen liegen Kompaktmodelle im Trend

Luft, Erde und Wasser sind natürliche Wärmespeicher. Diese Wärmequellen lassen sich mit Wärmepumpen und Erdwärmesonden nutzen. Bereits stehen in der Schweiz über 140’000 Anlagen in Betrieb.

Rund 60-70% der neu erstellten Einfamilienhäuser werden mit einer Wärmepumpe ausgerüstet. Den Boom gefördert haben zweifellos die hohen Preise für Öl und Gas. Aber auch gesetzliche Vorschriften und Förderbeiträge haben zu deren rasanten Verbreitung beigetragen. Zudem hat die Technologie grosse Fortschritte gemacht. Moderne Geräte erreichen eine Arbeitszahl von 4,5. Das heisst, dass sie mit einer Kilowattstunde Strom 4,5 Kilowattstunden Wärme erzeugen, die sie der Umwelt entziehen. Wird für den Betrieb von Wärmepumpen Strom verwendet, der aus Erneuerbaren Energien wie der Wasserkraft gewonnen wird, so erreichen sie ein Optimum an Umweltfreundlichkeit.

Erdwärmesonden teuer, aber effizient

Je nach dem Medium, dem die Wärmepumpe die Wärme entzieht, unterscheidet man zwischen Luft/Wasser- Wasser/Wasser- und Sole/Wasser- beziehungsweise Erdsonden-Wärmepumpen. Am meisten verbreitet sind Luft/Wasser-Wärmepumpen, weil sie wirtschaftlich arbeiten und praktisch überall problemlos eingebaut werden können. Den besten Energieertrag liefern Erdwärmesonden. Sie erfordern aber einen relativ grossen Investitionsaufwand, der bis zu dreimal über demjenigen für eine Gas- oder Ölheizung liegen kann. Je tiefer gebohrt werden muss, desto höher wird zudem der Strombedarf für die Umwälzung der Wärmeträgerflüssigkeit. Wärmepumpen können innen und aussen aufgestellt werden. Dazu gibt es die Split-Bauweise, bei welcher der Verdampfer ausser Haus, die Wärmepumpe im Haus installiert wird.

Wärmepumpen sind auch als Kompaktversionen erhältlich. Dabei sind sämtliche Komponenten wie Ausdehnungsgefäss, Umwälzpumpen oder Sicherheitseinrichtungen bereits eingebaut. Das spart Platz und reduziert die Montagezeit, wodurch gleichzeitig die Installationskosten niedrig gehalten werden können. Deshalb erfreuen sich Kompaktmodelle wachsender Beliebtheit. Moderne Geräte sind zudem sehr leise. Wärmepumpenanlagen können im Sommer auch zum Kühlen eines Gebäudes eingesetzt werden. Wegen steigender Komfortansprüche und hohen Dämmwerten nimmt dieser Bedarf zu. Dabei kann für Wärmeabgabe und Kühlung ein gemeinsames System konzipiert werden. Oder die Wärme wird durch einen separaten Kühlkreis beziehungsweise mehrere Kühlkreise nach aussen transportiert.

Wärmepumpen werden hauptsächlich in Ein- und Mehrfamilienhäusern eingebaut. Dabei vornehmlich im Neubau, zunehmend, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, auch in der Sanierung. In Frage kommen dafür nur Geräte, die hohe Vorlauftemperaturen erreichen und eine verbesserte Leistungscharakteristik aufweisen. Warmwasser kann problemlos mit einer Wärmepumpe bereitet werden. Falls nötig, sorgt eine Zusatzheizung dafür, dass Temperaturen von 55 bis 60 °C erreicht werden, womit der Legionellenschutz gewährleistet ist. Wärmepumpen erfordern keinen besonderen Wartungsaufwand, trotzdem sollte auf eine regelmässige Kontrolle nicht verzichtet werden.

Wartung von Wärmepumpen

Nur eine regelmässige gewartete Heizung funktioniert langfristig einwandfrei und garantiert hohen Wohnkomfort. Das gilt auch für Wärmepumpen. Mindestens alle drei Jahre sollte eine Wartung und Kontrolle durchgeführt werden. Arbeitet nämlich ein Gerät nicht optimal, sinkt dessen Effizienz und es wird unnötig Energie verbraucht. Auch sollten der Flüssigkeitskreislauf, die Umwälzpumpen und die Einstellungen überprüft werden. Die Wartung der Wärmepumpe kann mit der Kontrolle des Wärmeverteilsystems kombiniert werden, und auch eine Sichtkontrolle der Ausseninstallationen macht in jedem Fall Sinn. Es werden dafür individuelle Wartungsverträge beziehungsweise Garantieverlängerungen angeboten.