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Die Ölheizung ist umweltfreundlicher und wirtschaftlicher geworden

Eine moderne Ölheizung wandelt praktisch den gesamten Energieinhalt, der im Heizöl vorhanden ist, in Wärme um. Im Vergleich mit einer älteren Anlage können mit einer neuen Heizung bis zu 35% Heizöl eingespart werden. Noch höher fallen die Einsparungen aus, wenn in die Verbesserung der Gebäudehülle investiert wird. Deshalb sollte bei einer Heizungssanierung überlegt werden, ob es nicht vorteilhafter ist, anstatt in ein teures Heizsystem zu investieren, die alte Ölheizung durch ein moder­nes Gerät zu ersetzen und die Differenz für die energetische Sanierung der Liegen­schaft einzusetzen. Dafür spricht folgendes Zahlenbeispiel: In Liter Heizöl-Äquivalent pro m² Wohnfläche betrug der Wärmebedarf eines Neubaus im Jahre 1975 22 l, gemäss Mustervorschriften 2008 nur noch 4,8 l. Daraus geht hervor, dass dem Energieträger in einer Gebäudestrategie nicht die primäre Bedeutung zukommt.

Geringerer Energieverbrauch und weniger CO2

Dank neuer Technologien ist die moderne Ölheizung nochmals ein gutes Stück um­weltfreundlicher und wirtschaftlicher geworden. Das Stichwort dazu heisst Brennwert­technik. Ein Brennwertgerät holt mehr Wärme aus der gleichen Menge Heizöl heraus als ein herkömmlicher Niedertemperaturkessel. Unter Brennwerttechnik versteht man die zusätzliche Nutzung der Wärme im Wasserdampf der Abgase. Je nach Anlagenkonzeption können damit 6 bis 11% Heizenergie gespart werden. Ferner werden Schwebestoffe und Schwefeloxide ausgeschieden, und der Schadstoff­ausstoss wird um etwa ein Fünftel reduziert. Es entsteht auch weniger CO2. Einzelne Kantone haben deshalb die Vorschrift erlassen, dass in Neubauten nur Öl-Heizungen mit Brennwerttechnik eingebaut werden dürfen. Für die Ableitung der kühlen Abgase aus Brennwertkesseln genügen Kunststoffrohre. Bei der Anpassung alter Kamine an die Brennwerttechnik werden in der Regel solche Abgasleitungen einfach in den bestehenden Schornstein eingezogen. Mit der Einführung von Ökoheizöl schwe­felarm Anfang 2007, das speziell für die Bedürfnisse der Brennwerttechnik konzipiert wurde, ist die Entstehung von Schwefeldioxid kein Thema mehr, und die Verbren­nung erfolgt praktisch rückstandsfrei.

Auch für Minergie-Standard geeignet

Ölbrennwertkessel sind technisch ausgereift und haben sich in der Praxis bewährt. Das Programm ist vielfältig, auch in Bezug auf die Leistungen. Es gibt Standvarian­ten und Kessel für die Wand. Im kleineren und mittleren Leistungsbereich bis circa 100 kW dominieren Kompaktwärmezentralen. Die Brennwertnutzung erfolgt entwe­der direkt im Kessel oder in einem nachgeschalteten Wärmetauscher. Über ein Luft-Abgas-System kann eine Ölheizung auch raumluftunabhängig betrieben werden, was den Verbrennungsprozess nochmals positiv beeinflusst. Für die Warmwasserbereitung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Man kann das Warm­wasser mit der Ölheizung erzeugen und in einem unterliegenden Behälter speichern. Wer erneuerbare Energien einsetzen will, favorisiert eine Kombianlage Öl/Solar. Während des Sommerhalbjahres kann die Heizung ganz ausgeschaltet werden, wenn keine Raumwärme benötigt wird und die Sonnenenergie für die Warmwasser­bereitung ausreicht. Moderne solarthermische Anlagen erzeugen die Kilowattstunde Wärme für rund 16 Rappen.

Wird ein Ölbrennwertkessel mit Migrol Greenlife® betrieben und mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung kombiniert, kann er problemlos in einem Gebäude mit Minergie-Standard  eingesetzt werden.

Die spezifischen Vorteile der Ölheizung