Gasheizungen überzeugen durch vielerlei Vorteile
Eine saubere Verbrennung, relativ niedrige Anlageninvestitionen und wenig Platzbedarf gehören zu den Vorteilen der Gasheizung. Zudem ist der CO2-Ausstoss von Erdgas im Vergleich mit anderen fossilen Energieträgern geringer.
Als eine Konsequenz aus der ersten Ölkrise von 1973 sollte in unserem Land die Energieversorgung diversifiziert und damit die Abhängigkeit vom Öl verringert werden. Damit schlug die Stunde für den Energieträger Erdgas, der seither eine stürmische Entwicklung nahm und heute einen Anteil von rund 35% am Schweizer Wärmemarkt hält. Die Schweiz verfügt in Städten und Agglomerationen über ein dichtes Verteilnetz, und die Anzahl der gasversorgten Gemeinden liegt inzwischen bei über 800. Neben dem Ausbau des Erdgasnetzes hat auch der Komfort, den eine Gasheizung bietet, zu deren Verbreitung beigetragen. Dazu gehört auch, dass im Gegensatz zu Öl für den Brennstoff kein Lagerraum benötigt wird. Eine Frage bleibt jedoch bei Gasheizungen offen, und zwar die Abhängigkeit von der Versorgung und der Preisgestaltung der Lieferanten.
Überall einsetzbar
Wegen des geringen Wärmebedarfs insbesondere in Übergangszeiten sind in Niedrigenergiehäusern Heizsysteme gefragt, die dank ihrer Modulation auch in tiefen Leistungsbereichen effizient arbeiten. Gasheizungen passen sehr gut zu diesem Anforderungsprofil. Der stufenlose Betrieb moderner Gasheizungen erlaubt automatische Leistungsanpassungen bis in Bereiche unter 1 kW. Sie sind somit ideale Heizgeräte für Gebäude mit Minergie-Standard. Sodann ergeben sich durch den grossen Modulationsbereich minimale Bereitschaftsverluste, was zu einem hohen Jahresnutzungsgrad und geringerem Gasverbrauch führt.
Die Technik der Gasheizungen ist ausgereift. Es gibt Wand- und Standausführungen. Die Geräte sind leise im Betrieb und wartungsfreundlich. Ihre Installation ist nicht aufwändig. Dieser Vorteil wirkt sich auch bei Sanierungen aus, die rasch ausgeführt werden können. Sehr beliebt sind, nicht nur wegen des Designs, Wandheizungen, weil sie besonders wenig Platz benötigen. Für Anlagen bis zu 70 kW ist kein separater Heizungsraum erforderlich. Werden Gasheizungen unter dem Dach installiert, reduzieren sich die Kosten für die Abgasleitung. Erdgasheizungen können auch problemlos mit Systemen, die Erneuerbare Energien nutzen, kombiniert werden.
Vielfältige Warmwasserbereitung
Für die Warmwasserbereitung mit Gas bestehen verschiedene Möglichkeiten. Bei zentraler Warmwasserversorgung mit dem Heizgerät sollte aus Komfortgründen der Speicher extern vom Heizaggregat angeordnet werden. In Wohnhäusern, Hotels oder Industriebauten kommen Speicherwassererwärmer zum Einsatz. Je besser sie auf die Leistungsanforderungen abgestimmt sind, desto geringer der Energieaufwand. Gas-Durchlauferhitzer kommen primär in der dezentralen Warmwasserversorgung zur Anwendung. Sie sind wegen der flexiblen Abgasführung praktisch überall einsetzbar. Sind sie mit HydroPower-Technik ausgestattet, treibt der zirkulierende Wasserfluss einen Generator an, welcher den Strom für die Zündung des Brenners erzeugt.
Die Hauptvorteile der Gasheizung
- Niedriger Investitionsbedarf
- Einfache und schnelle Installation
- Erprobte Technik und saubere Verbrennung
- Geringer Platzbedarf für die Heizung
- Kein Lagerraum für den Energieträger